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OE–PNV

Erfreuliches gibt es aus HERNE in Westfalen (Ruhrgebiet) zu melden.

Die Strassenbahn Herne-Castrop-Rauxel GmbH (HCR) meldet am 6.08.2001 auf Anfrage, dass die Linien der HCR so ausgestattet sind, dass Rollstuhlfahrer/innen, diese selbstbestimmt nutzen koennen.
Weiterhin wird mitgeteilt, dass die gesamte Flotte entweder ueber ausfahrbare Rampen oder ueber Klapprampen verfuegt und dass die meisten Haltepunkte rollstuhlgerecht ausgestattet seien.
Per September 2001 werden alle Fahrzeuge der HCR rollstuhlgerecht sein. Gemaess einer aelteren Pressemeldung ist die HCR die erste deutsche Verkehrsgesellschaft, die Niederflurtechnik zum Einsatz brachte.

Auch aus dem saechsischen Freiberg kommen gute Meldungen. Hier verkehrt zwischen Freiberg und Holzhau die Muldentalbahn, die sich heute Eurobahn nennt, sie bietet in ihrem Wagenpark jeweils 4 Rollstuhlfahrern Platz.

Sehr erfreulich sind auch die Nachrichten aus Bochum, hier ist die Bochum-Gelsenkirchener Strassenbahnen AG, genannt BoGeStra, zu Hause. Diese Nahverkehrsgesellschaft bemueht sich Rollstuhlfahrern die Teilnahme am OE–PNV weitgehend zu ermoeglichen und die Bemuehungen sollen fortschreitend sein.

  Eine Linkliste zu Liniennetzplaenen, die deutliche Angaben zur Barrierefreiheit machen. Klicken Sie auf Neu.

Neu und sehr lobenswert ist die elektrifizierte Enztalbahn.

Mit Strom durchs Enztal

Diesel und Dampf sind tabu, Strom treibt die modernen Bahnen der neuen Enztalbahn an.
Und nicht nur da hat sich etwas geaendert, auch die gesamten Anlagen der Enztalbahn 2002 machen nun einen sauberen und aufgeraeumten Eindruck. Und man merkt sofort, dass hier die Stadt Bad Wildbad, eine Domaene der Rollstuhlfahrer/innen, bedient werden soll, denn alle Anlagen sind barrierefrei angelegt worden. Woran einst die DB nicht zu denken gedachte, die AVG hat es endlich geschafft und mit der Linie S6 ihr Prinzip der Ablehnung von Rollstuhlfahrern durchbrochen. Das weltweit geruehmte und technisch perfekte Stadtbahnnetz ist endlich auf der sozialen Schiene angekommen und gewaehrt erstmalig seinen Mitinvestoren die Gunst, das was sie finanziert haben auch benutzen zu duerfen. Dabei wurden keine Muehen gescheut und auch nicht nach Ausfluechten gesucht, sowohl die Anlagen als auch die Fahrzeugtechnik wurden den Anforderungen der Rollstuhlfahrer/innen angepasst. Da das Experiment S6 zu einhundert Prozent gelungen ist, besteht berechtigte Hoffnung, dass das Stadtbahnnetz in Zukunft auch auf anderen Linien fuer Rollstuhlfahrer/innen nutzbar sein wird. Da die Linien aber teilweise auf DB-Strecken verkehren, muss die DB stellenweise auch Leistungen erbringen, die zu Gunsten der Rollstuhlfahrergemeinschaft wirksam werden. Gerade im Zusammenhang mit der Linie S6 sind Veraenderungen des Pforzheimer Hauptbahnhofes unumgaenglich, denn durch die fortschrittliche Leistung der Albtal-Verkehrs- Gesellschaft (AVG) koennte dieser Bahnhof zur Drehscheibe der Besucher, Gaeste und Kurgaeste von Bad Wildbad werden und diesem Personenkreis eine Stressfreie Anreise zur Kur und zum Berufsfoerderungswerk Wildbad ermoeglichen. Die Verkehrsbetriebe in Deutschland sind aufgefordert es der AVG gleichzutun und mehr Teilnahmemoeglichkeiten der Investorengruppe im Rollstuhl zu ermoeglichen. Wieso Investoren?
Diese Frage wird nun in einigen Verwaltungen laut werden. Aber bitte, hier ist die Erklaerung.
Fast alle oder gar alle Verkehrsbetriebe in Deutschland finanzieren sich aus der Steuertruhe, sie nehmen oeffentliche Mittel in Anspruch. Und diese Steuertruhe wird von jedem Buerger gefuellt, deshalb ist es nicht mehr als Recht, das gefordert wird, dass jeder Buerger befoerdert werden kann. Und deshalb ist die AVG/KVV Linie ein Musterbeispiel von korrekter Fahrgastbehandlung, denn die S6 kann jeder der sie benutzen will, benutzen. Und es ist an der Zeit, dass alle Verkehrsbetriebe in diesem Staat zu einer solchen Art der Befoerderungsmoeglichkeit umschwenken. Im Ruhrgebiet gibt es schon Beispiele dafuer. Hier verkehren Busse, die dem Rollstuhlfahrer die selbstbestimmte Mitfahrt zulassen. Peinlich ist immer noch das was die DB den Rollstuhlfahrer/innen anbietet, selbstbestimmtes, spontanes Reisen ist mit den Verkehrsmitteln der DB leider nicht moeglich. Man muss sagen, die DB hat als Staatsbetrieb Ihre Fuersorgepflicht grob vernachlaessigt. Das ist keine Tatsache der Neuzeit sondern eine Tatsache der Vergangenheit, denn die DB haette von Anbeginn der Bundesrepublik Deutschland Sorge dafuer tragen muessen, dass jeder Deutsche, auch die die fuers Vaterland beschaedigt worden sind, befoerdert werden koennen. Haette man bereits bei der Deutschen Bundesbahn daran gedacht, dass die die von der Mitfahrt bauartbedingt ausgeschlossen werden, regelmaessig die finanziellen Loecher stopfen, dann brauchten wir heute nicht um eine bessere Behandlung behinderter Fahrgaeste zu kaempfen. Team-Rolli-Kompass moechte den Verantwortlichen in der Fuehrung der DB den Werbesatz aus der Mineraloelwirtschaft empfehlen: „Es gibt viel zu tun, packen Sie's an!“ Mit dem notwendigen guten Willen und mit weniger Ausreden ist alles machbar wie die Linie S6 es zeigt.
Und die Fuehrung der DB will sich doch wohl nicht den guten Willen absprechen lassen. Ein Vorschlag von TRK, an jedem Fernzug wird ein Behindertenwagen angehangen, der die Befoerderung einer groesseren Anzahl von Rollstuhlfahrer/innen sicherstellt. Dieser Wagen hat ein fahrzeuggebundenes Einsteigesystem, das vom Fahrgast allein bedient wird. Zusaetzlich sind alle Tueren in dem Waggon 100 cm breit und an jedem Ende des Wagens befindet sich ein WC das von Rollstuhlfahrer/innen benutzt werden kann. Die Verbindung des Wagens zu den anderen Zugteilen ist sichergestellt und niemand wird gezwungen seinen Platz zu behalten. Dieser Sonderwagen darf nur von Fahrgaesten benutzt werden, die ein Anrecht darauf haben.
So wie bisher darf es auf jeden Fall nicht weitergehen, das sollten die Verantwortlichen fuer den oeffentlichen Personenverkehr einmal zu Herzen nehmen, denn es ist schon ziemlich einmalig was sich dieser Personenkreis erlaubt. Die Herrschaften sind sich immer bewusst, dass Sie staendig am Tropf des Finanzministers haengen und sie sind sicher auch nicht so dumm, dass sie nicht wissen, dass auch Rollstuhlfahrer/innen das Schatzkaestchen aus Eichelholz mit fuellen. Deshalb ist es eine unerhoerte Art und Weise, sich ueberhaupt keine Gedanken zu machen, wie man die selbstbestimmte Mitfahrt dieses Personenkreises sicherstellt. Der dickste Vorwurf geht hier an die DB und deren Vorgaengerin der Deutschen Bundesbahn. Seit Ihrem Bestehen hat Sie fein aus dem Eichelkaestchen gelebt und trotzdem muss ein Rollstuhlfahrer noch bitte, bitte machen wenn er z.B. in Pforzheim aus irgendwoher kommend in die S6 umsteigen moechte, denn dazu sind dann wieder Hebegeraete und zugelassenes Bedienpersonal erforderlich. Wie aufwendig, waere man bereit, die Anlagen auf barrierefreies Reisen zu optimieren, dann kostet das zwar erst mal eine Menge, aber im Eichelkaestchen ist immer etwas, auch wenn der Herr Eichel stoehnt. Auf die Dauer amortisiert sich diese Investition ganz sicher, denn der selbstbediente fahrzeugebundene Einstiegshelfer macht die Hubgeraete bald ueberfluessig und damit deren Wartung und das Bedienpersonal, das anderswo sinnvoller einzusetzen ist. Auch die Lifts, die noch zu bauen waeren wuerden sich bald amortisieren, denn auch hier wird momentan Personal benoetigt um die Furt im Hauptbahnhof Pforzheim zu sichern. Was waere es doch herrlich, Franz der Rollstuhlfahrer aus Hamburg, der nach Bad Wildbad zur Kur moechte, gibt sein Gepaeck auf, steigt in Hamburg in den ICE, reist damit bis Karlsruhe, wechselt hier ohne Assistenz von Gleis 1 auf Gleis 6 faehrt dann mit einem Nahverkehrszug nach Pforzheim wechselt dort ebenfalls ohne Assistenz zu dem Gleis auf dem Die S6 unverkennbar steht, steigt ein und faehrt ohne Probleme in die schoene Kurstadt im noerdlichen Schwarzwald. Wahrscheinlich ist das immer noch Illusion, aber mit der S6 ist der Anfang gemacht und nun kann die DB beweisen, dass sie Interesse daran hat, ihre Investoren auch ordentlich zu befoerdern, ihnen ein problemloses Reisen moeglich zu machen, so wie jeder Fahrgast ohne Behinderung reisen kann.

Anmerkung: Mittlerweile ist der Pforzheimer Bahnhof weitestgehend Behindertengerecht umgebaut, der Rest ist in Arbeit.

bild zeigt den schwellenlosen einstieg in eine Bahnauch dies bild zeigt den schwellenlosen einstieg in eine Bahn

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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